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| Freitag, den 09. September 2011 um 23:22 Uhr |
| 73:67 gegen die Türkei: Der Traum lebt weiter |
| Von Sebastian Hader |
![]() Durch einen 73:67 (23:26)-Erfolg über Vize-Weltmeister Türkei hat die deutsche Basketball-Nationalmannschaft die Chance auf den Einzug in die Endrunde bei der Europameisterschaft in Litauen gewahrt. Um weiterzukommen muss die DBB-Auswahl allerdings ihr letztes Gruppenspiel gegen Gastgeber Litauen gewinnen. Zudem sind die Bundesadler abhängig vom Ausgang der Begegnung Serbien gegen die Türkei. Gewinnt der Vize-Weltmeister vom Bosporus sein abschließendes Gruppenspiel, genügt der Mannschaft von Bundestrainer Dirk Bauermann am Sonntag (20.00 Uhr, SPORT1 live) ein Sieg gegen Litauen, das am Abend den ebenso wie Spanien (84:59 gegen Serbien) bereits qualifizierten Franzosen mit 67:73 unterlag. Behält jedoch Serbien die Oberhand, braucht Deutschland gegen den Gastgeber einen Sieg mit mindestens elf Zählern Differenz. „Wir haben die erste Hürde erfolgreich genommen, jetzt wartet eine noch höhere. Wir werden alles auf dem Spielfeld lassen, was wir haben“, kündigte Dirk Nowitzki an, nachdem das Turnier schon nach dem zweiten Zwischenrundenspiel aus deutscher Sicht zu enden drohte. Völlig verkorkstes erstes Viertel Nach einem völlig verkorksten ersten Viertel lagen die ING-DiBa-Korbjäger gegen den Vize-Weltmeister mit 6:13 im Hintertreffen und hinterließen nicht den Eindruck, an diesem Tag irgendetwas bewegen zu können. Ähnliches galt aber auch für die keineswegs überzeugenden Türken, an deren Stelle wohl viele andere Teams bei dieser EM der deutschen Mannschaft frühzeitig den Todesstoß versetzt hätten. „Das Gute war, dass wir mit nur sechs erzielten Punkten nur sieben Zähler zurücklagen“, erkannte auch Nowitzki, der in den ersten zehn Minuten nur zwei Würfe nahm, das einzig Positive. Nur drei Zähler Rückstand zur Pause Bis zum 10:22 blieb das Auftreten der “Bauermänner“ Stückwerk. Als dann Deutschlands Hoffnungsträger und sein NBA-Kollege Chris Kaman mit sieben Punkten in Serie Verantwortung übernahmen, Kapitän Steffen Hamann einen offenen Dreier verwandelte und Heiko Schaffartzik kurz vor der Pause nachlegte, war eine bis dato niveauarme Partie beim Stande von 23:26 urplötzlich wieder völlig offen. „Wenn man den Adler auf der Brust trägt, darf man so nicht auftreten“, machte Hamann zur Halbzeit nichtsdestotrotz unmissverständlich klar, dass sich im zweiten Abschnitt etwas ändern musste. Knappe Führung nach dem dritten Viertel Mit Erfolg: Geschultert von seinem “zweiköpfigen Monster“ – Nowitzki und Kaman erzielten 13 der ersten 15 Punkte nach dem Seitenwechsel –, fand das nun deutlich beherzter auftretende DBB-Team endlich ins Spiel und führte nach 30 Minuten knapp (48:46). Was folgte, war der große Auftritt des Philipp Schwethelm. Mit drei erfolgreichen Dreiern gab der künftige Münchener der deutschen Mannschaft im Schlussviertel genau die Impulse, die sie brauchte. Endgültig sicher stellte den Sieg dann der frühzeitig foulbelastete Nowitzki. „Es war klar, dass das Spiel ein Thriller werden würde. Die Türken sind immerhin der Vize-Weltmeister und für beide Teams ging es um viel. Wir haben schlecht angefangen, uns aber immer mehr gefangen, einen Rhythmus entwickelt und viel Moral bewiesen. Das gibt uns viel Hoffnung und Optimismus vor dem entscheidenden letzten Gruppenspiel am Sonntag gegen Litauen“, resümierte der Bundestrainer. Deutschland: Robin Benzing (FC Bayern München), Johannes Herber (Fraport SKYLINERS), Steffen Hamann (FC Bayern München, 8), Sven Schultze (ALBA Berlin), Heiko Schaffartzik (ALBA Berlin, 10), Philipp Schwethelm (FC Bayern München, 14), Tibor Pleiß (Brose Baskets), Chris Kaman (Los Angeles Clippers/USA, 20), Lucca Staiger (ALBA Berlin), Dirk Nowitzki (Dallas Mavericks/USA, 19), Jan-Hendrik Jagla (FC Bayern München, 2) Weitere Turnier-Informationen unter www.eurobasket2011.com. |