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Sonntag, den 14. März 2010 um 12:14 Uhr
Würzburg stolpert in der Hans-Jung-Halle
Von Sebastian Hader   
Derbys haben bekanntlich ihre eigenen Gesetze. Eine häufig bemühte Weisheit, die auch auf das Frankenderby in der Pro B zwischen dem TSV Tröster Breitengüßbach und den Würzburg Baskets zutraf. Mit einer deutlichen 61:79-Niederlage schickte die Mannschaft um Kapitän Marcel Fuchs den Aufstiegsaspiranten zurück nach Unterfranken und wurde damit in dieser Saison zum zweiten Mal zum Stolperstein für die ambitionierten Würzburger.

Headcoach Ulf Schabacker hatte seine Mannschaft perfekt auf die Würzburger eingestellt. Foto: Sebastian Hader

Headcoach Ulf Schabacker hatte seine Mannschaft perfekt auf die Würzburger eingestellt. Foto: Sebastian Hader

Eine derart stimmungsvolle Kulisse hatte die Hans-Jung-Halle in dieser Saison noch nicht gesehen. Auf der einen Seite ein circa 300 Mann starker Fanblock aus Würzburg, auf der anderen Seite die Fans des TSV Tröster, die auch in diesem Spiel alles gaben, um ihre Akteure zum Sieg zu peitschen. Und so begannen die Breitengüßbacher, die neben Maurice Stuckey die verletzten Philipp Neumann und Daniel Leithner ersetzen mussten, auch mit der benötigten Aggressivität und gingen nach Punkten von Fuchs, Youngster Deon McDuffie und Erik Land schnell mit 6:0 in Führung.

Doch die Würzburger fanden nach und nach ins Spiel, brachten die Oberfranken mit einer Zonenverteidigung etwas aus dem Konzept und erspielten sich somit nach dem ersten Viertel eine 19:15-Führung. Doch die beiden Coaches des TSV Tröster hatten die richtige Antwort parat. In der Verteidigung zogen die Gastgeber nun die Schrauben an, während im Angriff Daniel Schmidt und Peter Zeis, die beide eine überragende Partie aufs Parkett der Hans-Jung-Halle legten, aufdrehten. Schmidt zog einige Male beherzt zum Korb und traf zweimal aus der Distanz, Zeis verwandelte seine drei Dreipunktewürfe mit traumhafter Sicherheit und so gingen die Gastgeber mit einer verdienten 37:25-Führung in die Kabine.

Nach dem Seitenwechsel hatte man ein Aufbäumen der Gäste erwartet, doch diese konnten den Rückstand nicht verkürzen. Im Gegenteil: Center Land und Felix Hoffmann setzten nach und nachdem Schmidt auch an der Freiwurflinie keinerlei Schwächen zeigte, wuchs der Vorsprung der Breitengüßbacher stetig an. Immer ruhiger wurde es im Fanblock der Gäste, auf der anderen Seite feierten die Zuschauer ihre Mannschaft. Mit einer 21-Punkte-Führung gingen die Oberfranken in den Schlussabschnitt. Auf Würzburger Seite nahm nun der Amerikaner Brandon Watkins das Spiel in die Hand, doch seine Einzelaktionen reichten nicht, um die Partie zu drehen. Noch einmal drohte es brenzlig zu werden, als Erik Land drei Minuten vor dem Ende mit fünf Fouls vom Feld musste und die Gäste nach einem Dreipunktspiel von Center Lars Buss auf 14 Zähler verkürzten. Doch der TSV behielt die Ruhe und ließ sich den Sieg an diesem Abend nicht mehr nehmen.

Nochmals Schmidt und Zeis mit seinem fünften Dreier stellten den Endstand von 79:61 her – die Party in der Hans-Jung-Halle konnte beginnen. Obwohl Schmidt und Zeis aus einem homogenen Team herausragten, so ist doch die ganze Mannschaft für ihr Herz und ihren Kampfgeist zu loben. Paul Johnson stellte sich mit seiner Spielweise voll in den Dienst der Mannschaft. Vor allem in der Verteidigung hatten die beiden Coaches ihre Mannschaft perfekt eingestellt, so dass der Erfolg der Breitengüßbacher an diesem Abend mehr als verdient war.

TSV Tröster Breitengüßbach: Schmidt (25), Zeis (19), Land (13), Hoffmann (7), Johnson (6), McDuffie (5), Fuchs (4), Obiango, Jungbauer
Würzburg Baskets: Watkins (17), Buss (9), Cioffi (8). Rogers (5), Hackenesch (5), Schmidt (5), Heinrich (4), McDuffie (3), Henneberger (3), Schneider (2), Radulovic
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