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Montag, den 10. Oktober 2011 um 13:38 Uhr
TSV zuhause gegen Uni-Riesen ohne Chance
Von Astrid Madinger (Foto: Sebastian Hader)   


Auch die Unterstützung der Brose-Baskets-Stars Casey Jacobsen, John Goldsberry, P.J. Tucker und Karsten Tadda hat nicht geholfen: Im vierten Spiel der neuen Pro-B-Saison musste der TSV Tröster Breitengüßbach die vierte Niederlage hinnehmen. Mit 68:92 (30:43) unterlagen die Oberfranken den Uni-Riesen aus Leipzig, die nach wie vor ungeschlagen mit an der Tabellenspitze stehen, und waren dabei letztlich ohne Siegchance.


Die vier Brose-Spieler änderten nichts daran, dass die Begegnung vor einer enttäuschenden Kulisse von nicht einmal 200 Zuschauern stattfand, obwohl der “große Bruder“ aus Bamberg an diesem Wochenende spielfrei war. Eine ausgeglichene Anfangsphase gegen Leipzig konnte zudem nicht darüber hinwegtäuschen, dass sich frühzeitig die bereits bekannten Schwächen der Oberfranken abzeichneten. Im Angriff agierte der TSV teils zu statisch und suchte sein Heil häufig aus der Distanz. Außerdem leistete sich die Talentschmiede des Deutschen Meisters zu viele Ballverluste im Vergleich zu den eingespielten Gäste, die den Ball laufen ließen. 20:10 Assists für Leipzig sowie 15 Ballverluste der Breitengüßbacher gegenüber fünf der Sachsen ließen die Unterschiede deutlich werden.

Harris deutet sein Können an

Mitte des zweiten Viertels hatte sich der Gastgeber zumindest wieder auf sechs Zähler herangekämpft, doch anstatt bis zur Pause Schritt zu halten, sorgten Fehler und vergebene Freiwürfen für eine erneute 13-Punkte-Führung der Uni-Riesen (30:43). Zu seinen ersten Punkten kam in dieser Phase immerhin der neue US-Amerikaner der Oberfranken, Albert Dion Harris. Der 26-Jährige war freilich längst noch nicht voll integriert in das Spiel des TSV Tröster, könnte aber in den nächsten Wochen noch zu einer wertvollen Verstärkung für die Truppe von Cheftrainer James Duncan werden.

Rückstand wächst auf über 20 Zähler an

Auch die ersten Minuten der zweiten Halbzeit gehörten wieder den Leipzigern, die mit vier schnellen Zählern den Vorsprung auf 17 Punkte ausbauten und wenig später sogar erstmals mit mehr als 20 Zählern in Front lagen. In der Folge erwachte aber zumindest der Kampfgeist der Breitengüßbacher, die sich in eigener Halle nicht vorführen lassen wollten. Mit einem 8:0-Lauf nach Dreiern von Harris, Kapitän Stefan Dinkel und Punkten von Philipp Neumann unter dem Korb verkürzte man den Rückstand immerhin wieder auf zehn Punkte (59:69).

Leipzig trifft die wichtigen Würfe


Darüber hinaus musste Leipzigs Aufbauspieler Lamar Morinia, den die TSV-Youngster gut im Griff hatten, nach einem technischen Foul das Feld verlassen. Doch auch daraus konnten die Oberfranken kein Kapital schlagen. Im Gegenteil: Leipzig traf, als es etwas kritisch wurde, einen schwierigen Dreier in Person des hochprozentig scorenden Kai-Uwe Kranz und brach damit endgültig den Widerstand der Gastgeber. Am Ende wollte bei der Heimmannschaft gar nichts mehr gelingen, so dass das Endresultat doch noch deutlich ausfiel.

TSV Tröster Breitengüßbach: Dinkel (15), Harris (15), Neumann (14), Schmidt (11), Korndoerfer (6), Dippold (4), Richter (2), Pavic (1), Dizdarevic, Rockmann, Walde
Uni-Riesen Leipzig: Kranz (19), Spalke (16), Pratt (15), Simon (12), Schirmer (10), Fröhlich (5), Holm (4), Morinia (3), Ghebreigziahiber (3), Beier (2), von der Wippel (2), Schweiger (1)
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