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Sonntag, den 28. Februar 2010 um 21:20 Uhr
Geschwächelt, gekämpft und doch verloren
Von Astrid Madinger   
Kollektiver Blackout im dritten Viertel, großer Kampf im letzten Viertel und am Ende knapp mit zwei Zählern Differenz verloren: Die Korbjäger des TSV Tröster Breitengüßbach boten ihren Zuschauern am Sonntag einiges an Nervenkitzel, um am Ende doch die beiden Punkte den Gästen aus Weißenhorn überlassen zu müssen. Mit 60:62 unterlag man dem Aufsteiger aus Schwaben nach einer nicht hochklassigen, aber spannenden Partie.

Auch ein starkes Finish konnte den TSV nicht vor einem Punktverlust bewahren. Foto: Sebastian Hader

Auch ein starkes Finish konnte den TSV nicht vor einem Punktverlust bewahren. Foto: Sebastian Hader

Bereits im ersten Viertel deutete sich an, dass die Partie vor allem durch viel Kampf und wenig spielerische Klasse geprägt sein würde. Auf Seiten der Hauherren setzte sich Nachwuchscenter Philipp Neumann einige Male erfolgreich in Szene. Die Gäste, die nur zu acht angetreten waren, standen in der Verteidigung massiv und machten so dem TSV Tröster das Leben schwer. Da jedoch auch die Breitengüßbacher gut verteidigten, ging man mit einer 16:14-Führung in die erste Viertelpause. In der Folge wurde die Partie allerdings noch korbärmer. Beide Mannschaften brachten wenig Zählbares zustande, mit der Konsequenz eines mageren 25:27-Zwischenstands zur Halbzeitpause.

Was sich dann zu Beginn des dritten Durchgangs beim TSV Tröster abspielte, konnten sich weder die Spieler noch die beiden Trainer Ulf Schabacker und Thomas Lorber erklären. Die gesamte Mannschaft leistete sich einen Ballverlust nach dem anderen und verzettelte sich im Angriff in Einzelaktionen. Auf der Gegenseite saß bei den Weißenhornern plötzlich jeder Wurf und ehe sich die Oberfranken versahen, lagen sie mit 20 Zählern zurück. 33 Zähler schenkten die Schwaben den Gastgebern im dritten Viertel ein, mit einem 38:60-Rückstand ging es in das letzte Viertel. Eine desolate Wurfquote von außen tat ihr Übriges, lediglich Daniel Schmidt und Felix Hoffmann stemmten sich am Ende mit erfolgreichen Einzelaktionen gegen die Niederlage.

Die meisten Zuschauer hatten den TSV Tröster wohl bereits abgeschrieben, doch nun erwachte der Kampfgeist bei den Oberfranken. Zwei schnelle Ballgewinne und Korberfolge durch Erik Land und Paul Johnson, der zuvor von außen eine Fahrkarte nach der anderen geschossen hatte, brachten das Publikum zurück ins Spiel. Plötzlich fighteten Kapitän Marcel Fuchs & Co. in der Verteidigung um jeden Ball, während bei den Gästen der Faden komplett riss. Auch zwei Auszeiten des Gäste-Trainers brachten keine Ordnung mehr ins Spiel der Schwaben. Angetrieben von Schmidt, der eine sehr gute Leistung ablieferte, verkürzten die Breitengüßbacher Punkt um Punkt und als Johnson endlich auch von außen erfolgreich war, stand die Halle Kopf. Auf der Gegenseite verschaffte Möbius den Gästen mit deren einzigen beiden Zählern im letzten Viertel nochmals etwas Luft, doch am Drücker war nun der TSV, der zu zahlreichen Ballgewinnen kam, diese aber zum Teil leichtfertig wieder verspielte.

In einer spannenden Schlussphase hatten die Hausherren schließlich auch nicht das Glück des Tüchtigen auf ihrer Seite. Felix Hoffmann vergab zwei Freiwürfe, sicherte sich seinen eigenen Rebound, doch der anschließende Dreier sprang aus dem Korb. Und obwohl die Gäste auch den letzten Angriff vergaben, konnten die Breitengüßbacher die Chance nicht nutzen. Schmidt wurde zum tragischen Helden, indem er nach seiner starken Leistung den finalen Dreier vergab.

TSV Tröster Breitengüßbach: Schmidt (16), Johnson (11), Hoffmann (10), Land (9), Neumann (8), Leithner (6), Fuchs, Jungbauer, McDuffie, Obiango, Zeis
BC Scholz Recycling Weißenhorn: Soyer (18), Brock (14), Simic (13), Möbius (8), McCollum (4), Miller (3), Schlafke (2), Waitzinger
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