Banner
Freitag, den 19. März 2010 um 16:28 Uhr
Fehler aus dem Hinspiel soll sich nicht wiederholen
Von Astrid Madinger   
Nochmals zu einer weiten Reise müssen die Zweitliga-Basketballer des TSV Tröster Breitengüßbach am Samstag aufbrechen, um ab 20.00 Uhr bei Aufsteiger SC RASTA Vechta in Niedersachsen zu gastieren. Gegen den Nachrücker in die Pro B, der als letztes Team eine Lizenz für die Liga erhalten hatte, kassierten die Oberfranken im Hinspiel eine ärgerliche Heimniederlage, so dass Kapitän Marcel Fuchs & Co. noch eine Rechnung offen haben.

Die drittletzte Auswärtsfahrt der Saison führt Kapitän Marcel Fuchs und seine Kollegen nach Vechta. Foto: S. Hader

Die drittletzte Auswärtsfahrt der Saison führt Kapitän Marcel Fuchs und seine Kollegen nach Vechta. Foto: S. Hader

Ähnlich wie am Samstag war die Ausgangslage vor dem Hinspiel. Die Breitengüßbacher kamen mit der Euphorie aus dem Derbysieg in Würzburg in das Spiel gegen die Norddeutschen und gaben in eigener Halle prompt beide Punkte gegen einen beherzt spielenden Aufsteiger ab. Nun sollten sich die TSV-Akteure abermals ihre Motivation aus dem Erfolg gegen den Aufstiegsaspiranten geholt haben, doch Vorsicht ist geboten. Aller Voraussicht nach werden die beiden Trainer Ulf Schabacker und Thomas Lorber weiterhin nur mit einem stark dezimierten Kader antreten können, nachdem sich die NBBL-Akteure Philipp Neumann und Daniel Leithner verletzt haben und auch Maurice Stuckey noch nicht wieder einsatzbereit sein dürfte. So müssen die Coaches an die Moral ihrer Jungs appellieren, dass diese die Motivation aus dem Derby mit in die Begegnung nach Vechta nehmen können.

Die Niedersachsen stehen derzeit nur auf dem 14. Tabellenplatz, doch dass sie besser sind als dieser es aussagt, wissen die Oberfranken zum einen aus dem Hinspiel und zum anderen auch aus den guten Ergebnissen des SC RASTA, der beispielsweise erst am letzten Spieltag äußerst unglücklich mit einem Punkt Differenz bei einem weiteren Aufstiegsanwärter, den Hertener Löwen, verlor. Ganz außer Abstiegsgefahr sind die Gastgeber zudem noch nicht: Bei noch sechs ausstehenden Spielen müsste der Vorletzte, Lich, zwar vier Spiele mehr gewinnen als Vechta, doch noch ist der Klassenerhalt für die Heimmannschaft nicht unter Dach und Fach. Bester Werfer Vechtas bei der knappen Niederlage in Herten war Routinier Markus Hallgrimson (19). Der Ex-Bundesligaspieler benötigte für seine fünf versenkten Drei-Punkte-Würfe allerdings auch 13 Versuche. Ihm werden die Oberfranken allerdings auf den Füßen stehen müssen, wenn sie den Routinier nicht heiß laufen lassen wollen. Ihm am nächsten kamen Christopher Thompson und Joseph Buck (je 16) sowie der litauische Point Guard Gintaras Grigisias (11).

Der TSV Tröster weist derzeit eine ausgeglichene Auswärtsbilanz auf und hat in dieser Spielzeit häufig seine Qualitäten auf fremden Parkett unter Beweis gestellt. So konnte man auch die beiden letzten Auswärtsspiele für sich entscheiden. Natürlich wollen die Jungs um Topscorer Erik Land ihren derzeit sechsten Tabellenplatz bis zum Saisonende verteidigen, was im eng gestaffelten Mittelfeld der Liga kein leichtes Unterfangen werden wird. Sollten Daniel Schmidt & Co. aber an ihre Leistung aus dem Derby anknüpfen können, werden auch die beiden Punkte in Vechta möglicherweise zu holen sein.