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Montag, den 15. Februar 2010 um 15:39 Uhr
Einbruch im zweiten Viertel vorentscheidend
Von Astrid Madinger   
Eine knappe 78:82 (31:40)-Heimniederlage haben die Zweitliga-Basketballer des TSV Tröster Breitengüßbach am Faschingssamstag gegen den SC Rist Wedel hinnehmen. Ein völlig verkorkstes zweite Viertel kostete das Team von Trainer Ulf Schabacker, der auf seinen Assistenten Thomas Lorber verzichten musste, letzten Endes den Sieg, den sich die Gäste aus dem hohen Norden nach einer spannenden Schlussphase verdient hatten.

Ein verpatztes zweites Viertel kostete das Team von Trainer Ulf Schabacker den Sieg. Foto: Sebastian Hader

Ein verpatztes zweites Viertel kostete das Team von Trainer Ulf Schabacker den Sieg. Foto: Sebastian Hader

Die Breitengüßbacher mussten für die Begegnung gegen Wedel nicht nur auf den verletzten Maurice Stuckey, der noch etwa vier Wochen ausfallen wird, verzichten, sondern auch die Youngster Philipp Neumann und Deon McDuffie ersetzen, die ebenso wie Trainer Lorber mit der NBBL in Belgrad weilten. Insbesondere Neumann wurde dabei unter den Körben vermisst, nachdem Center Erik Land am Samstag insgesamt keinen guten Tag erwischt hatte. Nach einem etwas holprigen Start begann die Partie dennoch gut für die Hausherren, die das erste Viertel klar dominierten. Paul Johnson war dabei von den Gästen nicht zu kontrollieren und markierte im ersten Viertel alleine 14 Punkte zu einer 24:14-Führung.

Doch in der Folge kam ein völliger Bruch ins Spiel der Oberfranken. Die Hamburger hatten mit ihrer Umstellung auf Zonenverteidigung sofort Erfolg und gestatteten den Gastgebern keine freien Würfe mehr bzw. wurden diese vom Tröster-Team nicht genutzt. Erst nach fünf Minuten im zweiten Durchgang erlöste Johnson mit einem weiteren Dreier die Zuschauer, doch viel mehr Zählbares sprang in diesem Viertel für die Heimmannschaft nicht mehr heraus. Mit einer 31:40-Führung gingen die Gäste, die diese Schwächephase des Gegners clever ausnutzten, in die Halbzeitpause.

Nach dem Seitenwechsel kam zwar Erik Land besser ins Spiel und markierte acht schnelle Punkte, doch die erhoffte Aufholjagd blieb zunächst aus, denn nach einigen Ballverlusten kamen die Wedeler zu einfachen Punkten unter den Körben. Zudem gestattete man den Gästen in dieser Phase auch zu viele Offensivrebounds, wobei man insbesondere den athletischen Maraite nicht auf der Rechnung hatte. Zu Beginn des letzten Abschnitts startete der TSV aber doch noch eine beherzte Schlussoffensive. Felix Hoffmann und Daniel Schmidt setzten sich sowohl unter den Körben als auch von außen erfolgreich in Szene und brachten ihre Mannschaft nach 36 Minuten erstmals wieder in Führung (67:66).

Die Gäste aber konterten und verwandelten eiskalt drei Dreier in Serie. Zwar konnten Kapitän Marcel Fuchs und zweimal Schmidt nochmals dagegen halten, doch ein weiterer Dreier von Turnbull mit Ablauf der 24-Sekunden-Uhr brach den Gastgebern endgültig das Genick. Obwohl die Gäste an der Freiwurflinie noch die ein oder andere Möglichkeit liegen ließen, kamen die Schabacker-Schützlinge nicht mehr näher als bis zum 78:82-Endstand an den SC Rist Wedel heran.

TSV Tröster Breitengüßbach: Johnson (22), Schmidt (17), Hoffmann (12), Land (10), Zeis (8), Fuchs (5), Leithner (2), Jungbauer (1), Obiango (1), Heide, Rockmann
SC Rist Wedel: Turnbull (18), Moysich (17), Davis (16), Huber-Saffer (16), Maraite (9), Duah (4), Kiese (2), Gausa, Delic, Raquet, Owusu
Ausführliches Scouting