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Freitag, den 18. Juni 2010 um 16:23 Uhr
„Ich bin stolz auf euch Franken"
Von Dirk Kaiser   
Hoher politischer Besuch war beim fünften Finalspiel um die Deutsche Meisterschaft in der JAKO Arena vertreten. Der Ministerpräsident von Bayern, Horst Seehofer, hatte es sich nicht nehmen lassen, die Brose Baskets anzufeuern. Mit einem Schal um den Hals fieberte Seehofer mit und bejubelte am Ende das hauchdünne 72:70 der Gastgeber. Zwei Tage zuvor war es der Innenminister von Hessen, Volker Bouffier, der von den Leistungen der Deutsche Bank SKYLINERS angetan war.

Bayerns Ministerpräsident Horst Seehofer litt und jubelte letztlich mit den Brose Baskets. Foto: Daniel Löb

Bayerns Ministerpräsident Horst Seehofer litt und jubelte letztlich mit den Brose Baskets. Foto: Daniel Löb

Der designierte Ministerpräsident des Landes Hessen, selbst bekennender Basketball-Fan, freute sich über den Sieg “seiner“ Frankfurter in Spiel vier der Serie. Neben der Polit- war auch die Sportprominenz beim “finale furioso“ in der JAKO Arena vertreten: “Mr. Bundesliga“, Mike Jackel, verfolgte die Partie seines ehemaligen Clubs mit Argusaugen. Am kommenden Sonntag streift die Nummer eins der ewigen Topscorerliste (10.783 Punkte) erneut ein Basketball-Trikot über – beim Legenden-Spiel anlässlich von 40 Jahren Bundesliga Basketball in Bamberg. Mit von der Partie sein wird dann unter anderem Jens-Uwe Gordon, der ebenfalls beim großen Showdown im Titelrennen zugegen war.

Zuschauerrekord in der Beko BBL

Die Beko Basketball Bundesliga (Beko BBL) hat seit der Saison 2001/2002 zum neunten Mal in Folge einen Zuschauerrekord aufgestellt. 1.302.350 Besucher verfolgten in der Saison 2009/2010 die insgesamt 335 Begegnungen. Das entspricht einem Schnitt von 3.888 Zuschauern pro Partie und einer Steigerungsrate gegenüber der Vorsaison um 0,6 Prozent. Der bisherige Zuschauerrekord nach Abschluss des Wettbewerbs datiert aus der Spielzeit 2008/2009 und lag bei 1.294.045 Besuchern (3.874 im Schnitt). Für den Geschäftsführer der Beko BBL, Jan Pommer, sind diese Zahlen ein Indiz dafür, dass die Liga „weiter an Attraktivität gewonnen hat“. „Es ist offensichtlich, dass die Wirtschaftskrise keinen gravierenden Einfluss auf das Konsumverhalten der Fans gehabt hat. Die Zuschauer halten den Klubs auch in schwierigen Zeiten die Treue – weil das Produkt stimmt, weil die Liga einiges zu bieten hat, gerade in punkto Spannung und Ausgeglichenheit, und weil die Vereine vor Ort hervorragende Arbeit leisten.“

Im Gegensatz zur Saison 2008/2009 übersprangen gleich vier Clubs die Marke von 100.000 Zuschauern. Unangefochten die Nummer eins beim Zuschauerzuspruch ist ALBA Berlin. Die “Albatrosse“ lockten 193.040 Fans in die o2 World. Auf den Rängen zwei, drei und vier folgen die Brose Baskets (155.917), die Deutsche Bank SKYLINERS (108.488) und die Telekom Baskets Bonn (100.655). Was die Zuschauerzahlen im internationalen Vergleich angeht, so hat sich die Beko BBL hinter der spanischen Liga (ACB) als Nummer zwei etabliert.