Banner
Mittwoch, den 14. Juli 2010 um 10:11 Uhr
Einsatzzeiten junger deutscher Spieler deutlich gestiegen
Von Dirk Kaiser   
Positiv entwickelt haben sich die Einsatzzeiten der deutschen Spieler. Betrug der prozentuale Anteil der deutschen Spieler an der Gesamtspielzeit in der Saison 2008/2009 noch 16,25 Prozent, so lag er nach Abschluss der Spielzeit 2009/2010 bei 18,38 Prozent (25.040 Minuten). Dies entspricht einer Steigerung von 13,16 Prozent. Besonders beachtlich ist die Entwicklung der Spielzeit bei den deutschen U24-Akteuren an der Gesamtspielzeit.

Ein Ulmer, der regelmäßig Spielzeit erhält, ist der junge Per Günther. Foto: Picturedreams (Sport in Franken)

Ein Ulmer, der regelmäßig Spielzeit erhält, ist der junge Per Günther. Foto: Picturedreams (Sport in Franken)

Entfielen in der Saison 2008/2009 noch 6.191 Minuten auf die U24-Spieler, so stieg der Wert nach Abschluss der aktuellen Saison auf 10.488 Minuten – was einer Steigerung von 68,47 Prozent entspricht. Ebenfalls sehr beachtlich entwickelt hat sich die Einsatzzeit der deutschen U24-Spieler an der Einsatzzeit sämtlicher deutschen Spieler. Hier ist eine Steigerung um 47,03 Prozent zu verzeichnen. Von den gesamt-deutschen 25.040 Minuten entfielen 10.488 Minuten auf die U24-Spieler (Jahrgang 1986 und jünger). „Es ist sehr erfreulich, dass die deutschen Spielanteile weiter nach oben gehen. Es zeigt, dass wir den richtigen Weg eingeschlagen haben“, sagte der Geschäftsführer der Beko BBL, Jan Pommer. Die Zielvorgabe der Liga lautet, dass die Spielanteile der deutschen Spieler nach Abschluss der Saison 2012/2013 bei 30 Prozent liegen.

Diese Vorgabe bereits jetzt erfüllt haben die beiden Playoff-Teilnehmer Telekom Baskets Bonn (31,89 Prozent) und die NewYorker Phantoms Braunschweig (31,54 Prozent). Knapp an die 30-Prozent-Marke heran reicht ratiopharm Ulm (27,86 Prozent). Der Deutsche Meister Brose Baskets liegt in diesem inoffiziellen Ranking auf Rang sechs. 21,11 Prozent der Gesamteinsatzzeit der Bamberger Akteure entfällt auf die deutschen Korbjäger. Vor den Franken platziert sind noch die webmoebel Baskets (21,54 Prozent) und der Mitteldeutsche BC (24,80 Prozent).

In der zurückliegenden Spielzeit mussten sowohl mindestens vier deutsche Akteure auf dem Spielberichts- als auch auf dem Mannschaftsmeldebogen stehen. In der Saison 2010/2011 spielt es hingegen keine Rolle mehr, wie viele deutsche Spieler auf dem Mannschaftsmeldebogen vermerkt sind. Ausschlaggebend ist nunmehr die Anzahl der auf dem Spielberichtsbogen eingetragenen Akteure. Sind auf diesem zehn oder elf notiert, so müssen vier davon über einen deutschen Pass verfügen. Bei zwölf Akteuren – dies ist die maximale Anzahl – sind fünf deutsche Spieler auf dem Spielberichtsbogen einzutragen. Diese Regelung gilt bis zum Ende der Saison 2011/2012. Danach steigt die Staffelung bis zum Ende der Saison 2014/2015 auf vier (10), fünf (11) und sechs (12).

Die Auswirkungen der neuen Regelung sind bereits jetzt zu spüren: Die Vereine, so die ersten Auswertungen der bislang getätigten Transfers, legen bei der Kaderzusammenstellung für die kommende Saison Priorität auf Spieler mit deutschem Pass.