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Freitag, den 27. Mai 2011 um 13:51 Uhr
Bamberger Nachwuchsarbeit wird mit 17.500 Euro belohnt
Von Dirk Kaiser   
Der erstmalig im Rahmen des Ausbildungsfonds vergebene Preis für die beste Nachwuchsarbeit in der Beko Basketball Bundesliga (Beko BBL) geht im Jahr 2011 an ALBA Berlin. Der achtmalige Deutsche Meister belegte mit seinem Förderprogramm Platz eins vor den Brose Baskets, die 17.500 Euro erhalten, und den EWE Baskets Oldenburg (10.000 Euro). Der mit 7.500 Euro dotierte Preis für das Programm, das sich in der vergangenen Saison im Nachwuchssektor am stärksten weiterentwickelt hat, geht an EnBW Ludwigsburg.

Eigengewächs Karsten Tadda hat es über das Nachwuchsprogramm der Brose Baskets in die BBL geschafft. Foto. D. Löb

Eigengewächs Karsten Tadda hat es über das Nachwuchsprogramm der Brose Baskets in die BBL geschafft. Foto. D. Löb

Die Preisvergabe erfolgte anhand eines Punktesystems, dem ein dezidierter, von Experten entwickelter Anforderungskatalog zugrunde lag. „Alle Beko-BBL-Vereine waren im Rahmen des aktuellen Lizenzierungsverfahrens dazu verpflichtet, ihre Aktivitäten im Nachwuchsbereich anhand des Anforderungskatalogs zu berichten. So war es möglich, eine faire und präzise Auswertung vorzunehmen", erläuterte Jan Pommer, Geschäftsführer der Beko BBL, das Vergabeverfahren.

Bewertet wurden im Einzelnen und mit unterschiedlicher Gewichtung Faktoren wie Aktivitäten an und mit Schulen, die schulische Betreuung, der sportliche Unterbau in den Clubs mit Jugendmannschaften, das Engagement in der Aus- und Fortbildung von Jugendtrainern, die Qualität und Quantität der Jugend-, Athletik- und Individualtrainer, die sportmedizinische Begleitung von Nachwuchsspielern, Hallenressourcen und das Vorhandensein eines möglichst hochklassig agierenden zweiten Seniorenteams. Damit hat die Beko BBL weitere wichtige Erkenntnisse für ihre Anstrengungen im Nachwuchsbereich gewonnen. „Wir wissen nun noch detaillierter, worauf die Clubs ihr Augenmerk richten und können dadurch Stärken und Schwächen besser lokalisieren sowie Synergien schöpfen", so Jens Staudenmayer, Leiter Sport der Beko BBL.

Um diese Arbeit weiter zu optimieren, wird ab sofort Hansi Gnad, ehemaliger Nationalspieler und zuletzt in der Saison 2009/2010 als Coach in Düsseldorf tätig, die Liga unterstützen. Der 47-jährige wird auf Basis der Auswertungserkenntnisse demnächst sämtliche Beko-BBL-Standorte besuchen und mit den für die Nachwuchsarbeit in den Vereinen verantwortlichen Personen sprechen.

„Wir wollen mit dieser Maßnahme die standortspezifischen Besonderheiten und Rahmenbedingungen besser verstehen, um in der Folge konkrete Unterstützungs- und Beratungsleistungen ableiten zu können", so Jan Pommer. Und weiter: „Wir freuen uns sehr, einen sachkundigen und überaus engagierten Mitarbeiter für diese so wichtige Aufgabe gewonnen zu haben. Seine Hinweise werden für die Vereine und für uns von Nutzen sein."

Key Facts zur Nachwuchsförderung der Beko BBL:
  • Jeder Verein muss mit einer Mannschaft an der Nachwuchs Basketball Bundesliga (NBBL, U19) teilnehmen,
  • Jeder Verein muss mit einer Mannschaft an der Jugend Basketball Bundesliga (JBBL, U16) teilnehmen,
  • Jeder Verein muss einen hauptamtlichen und qualifizierten Jugendtrainer beschäftigen; ab der Saison 2012/2013 erhöht sich die Zahl auf zwei,
  • Jeder Verein muss jährlich über seine Aktivitäten im Nachwuchsbereich berichten.
Diese Vorgaben sind zwingend für die Erteilung einer Beko-BBL-Lizenz.

Darüber hinaus werden finanzielle Mittel aus dem Ausbildungsfonds für folgende Projekte bereitgestellt:

  • Jugend-Trainer-Stipendien,
  • Ausbildungsentschädigungen,
  • Prämierungen für herausragende Nachwuchsarbeiten,
  • Nationale Projekte (Schul-AGs, etc.),
  • Wertschätzungsmaßnahmen für ehrenamtlich Tätige im Nachwuchsbereich.