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Montag, den 06. Februar 2012 um 11:00 Uhr
Kampf gegen Tübingen nicht angenommen
Von Ruben Baumann (Foto: Marcus Arth)   


Anstatt in Anbetracht der angespannten Personalsituation enger zusammenzurücken, ist die Mannschaft des BBC Bayreuth im Heimspiel gegen die WALTER Tigers Tübingen auseinander gefallen. Unter lautstarken Pfiffen des Publikums verloren die Oberfranken gegen einen unmittelbaren und nunmehr punktgleichen Konkurrenten aus der unteren Tabellenhälfte klar mit 57:79 (30:34) und damit auch den direkten Vergleich.


„Die Pfiffe der Zuschauer waren berechtigt, das war das schlechteste Spiel unter meiner Regie“, machte BBC-Cheftrainer Marco van den Berg keinen Hehl aus seiner Enttäuschung und zeigte Verständnis für die Reaktion der Zuschauer. Die 3.505 auf den Rängen der Oberfrankenhalle wurden von Beginn an auf eine harte Probe gestellt. In der Offensive fanden die Hausherren nur in Ausnahmefällen durch wilde Einzelaktionen den Weg zum Korb, auf der Gegenseite zeigten auch die Gäste nicht das Killerpotenzial einer Raubkatze.

Hungriger aus der Kabine kamen jedoch die Tigers aus Tübingen. Wer dagegen gehofft hatte, die Bayreuther Rumpftruppe würde in der Halbzeitpause noch einmal alle Kräfte mobilisieren, wurde jäh enttäuscht. Indem sie die Spielmacher zunehmend kalt stellten, gewannen die Schwaben in der zweiten Hälfte immer mehr die Kontrolle über das Spiel. Tübingens Headcoach Igor Perovic: „Unser Ziel war es, Osvaldo Jeanty und Danny Gibson zu stoppen. Wir wussten, dass wir eine leichtere Aufgabe haben, wenn wir dies schaffen.“

Ein 0:13-Lauf zwischen der 36. und 38. Minute nahm den dezimierten Gastgebern dann nicht nur die letzten Hoffnungen auf eine Wende im Spiel, sondern kostete sie auch den direkten Vergleich (Hinspiel 69:53). Trotz der Niederlage bleibt der BBC zwar Tabellenelfter, von Platz 17 trennen die Wagnerstädter allerdings nur vier Punkte. Vor dem schweren Spiel in Bonn in der kommenden Woche müssen die Bayreuther daher nicht nur auf die Fähigkeiten der medizinischen Abteilung um Prof. Fritsch und Tobias Herrmannsdörfer vertrauen, sondern auch auf Verstärkung hoffen. Am Rande des Spiels kursierte der Name Rain Veideman.

Stimmen zum Spiel:

Marco van den Berg (Headcoach BBC Bayreuth): „Es war ein schlechtes Spiel, wir hatten keinen Zug zum Korb und haben in der Verteidigung zu wenig Druck gemacht. So leicht wie Vaughn Duggins Eins gegen Eins spielen konnte, verteidigen wir normal nicht. Wir konnten durch die Verletzungen weniger wechseln und haben dadurch zu wenig Optionen gehabt. Wir hatten zu viele Spieler, die individuell zu schwach waren, dann ist der Gegner automatisch besser. Ich warte nun nicht auf einen Spieler, der uns retten kann, sondern darauf, dass unsere Spieler ihre Normalform wieder finden. Wir müssen unsere Würfe besser nehmen und wieder besser rebounden, die individuellen Fehler vermeiden."

Igor Perovic (Headcoach WALTER Tigers Tübingen):
„Wir wussten dass wir heute hier gewinnen können, da Bayreuth viele verletzte Spieler hat. Wir wussten aber auch, dass sie eine sehr starke Starting Five haben. Der Support von der Bank hat heute gefehlt, drei Schlüsselspieler sind für die Verteidigung wichtig, sie bringen gute Energie von der Bank. Unser Ziel war es, Jeanty und Gibson zu stoppen. Wir wussten, wenn sie keine Dreier machen und nicht so leicht Eins gegen Eins spielen können, haben wir eine Chance. Darauf war unser System heute ausgelegt. Ich gratuliere meinem Team zu dieser guten Leistung."

BBC Bayreuth: Ibekwe (17), Hunter (16), Wyrick (10), Smith (6), Jeanty (4), Gibson (3), Shtein (1), Durant, Spöler, Zeis
WALTER Tigers Tübingen: Duggins (20), Redding (13), Campbell (10), Young (10), Hodzic (9), Nash (7), Cukinas (5), Simon (5), Spoden
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