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Montag, den 07. November 2011 um 10:23 Uhr
„Man muss gewinnen!“ – Gesagt, getan
Von Ruben Baumann (Foto: Marcus Arth)   


„Man muss gewinnen, mit der bestmöglichen Leistung!“ Mit diesen Worten erklärte der neue Cheftrainer des BBC Bayreuth, Marco van den Berg, sein gelungenes Heimspieldebüt. Vor 2.800 Zuschauern in der Oberfrankenhalle feierten die Gastgeber mit dem 74:52 (39:21) gegen die LTi GIESSEN 46ers den zweithöchsten Heimsieg ihrer Bundesliga-Historie und verbesserten sich damit auf den 14. Tabellenplatz.


Von Beginn an übernahmen die beiden Aufbauspieler Danny Gibson und Osvaldo Jeanty, die zusammen für über die Hälfte aller Bayreuther Punkte verantwortlich zeichneten, das Ruder und führten den BBC zu einem zu jeder Zeit ungefährdeten Heimsieg. Die Spielphilosophie fehlte unter dem bisherigen Headcoach, es sei keine Linie im Spiel zu erkennen gewesen, der Trainer habe die Mannschaft nicht mehr erreicht. So lauteten die noch vor zwei Wochen kommunizierten Gründe für die Trennung von Andreas Wagner. Der neue Besen dagegen kehrt offenbar gut, denn beim ersten Auftritt in eigener Halle unter dem Niederländer van den Berg präsentierten sich die Oberfranken wie verwandelt.

Verteidigung der Schlüssel zum Erfolg

Eine couragierte Defensivleistung sah auch der neue Übungsleiter als Grundstein für das erfolgreiche Abschneiden seiner Truppe. Nicht einmal 30 Prozent aller Wurfversuche der Gäste aus Hessen fanden den Weg durch die Reuse. Bereits von Beginn an zeigten die Gastgeber den Willen, defensiv die Basis für eine erfolgreiche Offensive zu legen. Dort behielten sie die Ruhe, spielten die Angriffe geduldig aus und fanden dadurch oftmals den freien Mann. So konnten vor allem Gibson und Jeanty zeigen, dass mit dem BBC in der Saison noch zu rechnen sein wird.

Führung ab dem zweiten Viertel kontinuierlich ausgebaut

Mit Unterstützung ideenloser Gießener allerdings, die zu keinem Zeitpunkt des Spiels den Sieg der Hausherren gefährden konnten. Zu viele Einzelaktionen und kopflosen Basketball des Gegners nutzte Bayreuth konsequent, um seine Führung ab dem zweiten Viertel kontinuierlich auszubauen. Das erste “do-or-die“-Spiel, wie es BBC-Guard Simon Schmitz noch im Vorfeld der Partie betitelte, konnte somit als gewonnen verbucht werden, der neue Cheftrainer, Marco van den Berg, durfte sich über ein gelungenes Heimdebüt freuen. Abzuwarten bleibt, wohin die neu gewonnene Spielphilosophie gegen ebenbürtige beziehungsweise stärkere Kontrahenten führt.

Stimmen zum Spiel:

Björn Harmsen (Headcoach LTi GIESSEN 46ers): „Bayreuth hat sehr intensiv gespielt und aggressiv verteidigt, das haben bei uns alle Spieler vermissen lassen. Wir haben sehr schlecht gespielt, schlecht in der Defensive. Die Schiedsrichter haben viel zugelassen, Bayreuth hat das genutzt, wir nicht. Wir haben uns in der zweiten Halbzeit unserem Schicksal ergeben und mussten viele erzwungene, schlechte Würfe nehmen. Das Fehlen von unserem Aufbauspieler Radenko Pilcevic war für die Niederlage heute nicht entscheidend."

Marco van den Berg (Headcoach BBC Bayreuth): „Die Verteidigung war heute Abend unser Schlüssel zum Erfolg. Wir haben den Ball sehr gut bewegt und den besseren freien Werfer gefunden, der treffen konnte. Das Publikum heute Abend war super, das hat uns sehr viel gebracht. Man muss gewinnen, mit der bestmöglichen Leistung. Ich fand es heute nötig, die Angriffe auszuspielen. Wir haben in einer Phase schlechte Würfe genommen, das lief dann besser. Das Team hat sich in den beiden letzten Wochen gut verhalten, unsere Defensive ist sehr gut geworden. Hier werden die ersten Ergebnisse meiner Philosophie sichtbar. Wir haben elf Dreier aus dem Teamplay heraus gemacht. Hier sieht man, dass das Zusammenspiel schon besser geworden ist."

BBC Bayreuth: Jeanty (20), Gibson (19), Smith (13), Hunter (8), Wyrick (5), Schmidt (4), Ibekwe (3), Shtein (2), Schmitz, Stokes, Zeis
LTi GIESSEN 46ers: Jeffers (12), Zazai (10), Bernard (9), Archibong (7), Stewart (4), Ovcina (4), Djurasovic (2), Nikagbatse (2), Oehle (2), Perl
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