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Freitag, den 27. August 2010 um 14:41 Uhr
Jared Reiner besetzt die letzte vakante Stelle
Von Michael Birkhan / Sebastian Hader   
Das vorerst letzte Puzzlestück ist gefunden: Mit Jared Reiner komplettiert der BBC Bayreuth seinen Kader. Der 49-fache NBA-Spieler spielte zuletzt für Gallitos de Isabela in Puerto Rico und verfügt nicht nur über Erfahrung in der besten Basketball-Liga der Welt, sondern auch in Deutschland, wo er für die Brose Baskets und die Eisbären Bremerhaven auflief. „Er ist mit 2,11m ein richtiger Brett-Center“, sagt Manager Uli Eichbaum.

Bayreuths neuer Center spielte in der Bundesliga bereits für Bamberg und Bremerhaven. Foto: Sebastian Hader

Bayreuths neuer Center spielte in der Bundesliga bereits für Bamberg und Bremerhaven. Foto: Sebastian Hader

Seine Collegezeit absolvierte der 28-Jährige, mit 2,11m Körperlänge größte Spieler im Team des BBC Bayreuth an der University of Iowa, für die er von 2000 bis 2004 spielte. Im Sommer 2004 nahm Jared Reiner am Pre-Draft-Camp der Chicago Bulls teil und wurde in den NBA-Kader des sechsmaligen Champions aufgenommen. Durch zwei Verletzungen absolvierte er in der Saison 2004/2005 nur 19 Liga- und drei Playoff-Spiele. In der Saison 2005/2006 absolvierte der in Mitchell, South Dakota geborene Center die Saisonvorbereitung bei den Los Angeles Clippers, wurde dann aber zu den Phoenix Suns gedraftet, wo er wegen einer Knieverletztung allerdings nicht spielte. Ein Jahr später bestritt Reiner die Vorbereitung bei den San Antonio Spurs, wurde aber im November an die Sioux Falls Skyforce (D-League) abgegeben, wo er in 28 Spielen auf 13,8 Punkte und 8,6 Rebounds kam. Diese Werte sorgten dafür, dass die Milwaukee Bucks ihn im Februar 2007 verpflichteten und er zu 27 weiteren NBA-Spielen mit durchschnittlich 1,2 Punkten und 2,6 Rebounds kam.

2007/2008 folgte der erstmalige Sprung nach Europa. Für Polaris World Murica spielte Reiner zunächst in der spanischen ACB 17 Mal und kam dabei auf 5,5 Punkte und 4,4 Rebounds. Im Februar 2008 verpflichteten die Brose Baskets als amtierender Deutscher Meister den 2,11m-Mann. 20 Mal (davon vier Playoff-Partien) schlüpfte er in das Bamberger Trikot, wobei er im Schnitt dabei 9,4 Punkte und 6,8 Rebounds auflegte. Zur Saison 2008/2009 versuchte der US-Amerikaner nochmals bei einem NBA-Club unterzukommen, indem er mit den Philadelphia 76ers die Saisonvorbereitung absolvierte. Im Dezember 2008 folgte dann der erneute Lockruf aus Deutschland und Reiner wechselte zu den Eisbären Bremerhaven, für die er in zwölf Spielen auf durchschnittlich 13 Punkte und 7,7 Rebounds kam.

Auch 2009/2010 sollte es nicht ganz für ein NBA-Engagement reichen. Nach der Pre-Season bei den Minnesota Timberwolves spielte Reiner ab Dezember für die Fort Wayne Ants in der D-League, wo 17 Einsätze mit 13,1 Zählern und 9,7 Rebounds zu Buche standen. Im Mai 2010 folgte schließlich noch ein Engagement in Puerto Rico. Acht Mal trug der 28-Jährige das Trikot von Gallitos de Isabela und kam dabei auf durchschnittlich 12,4 Punkte und 10,9 Rebounds. Zudem nahm er, wie in fast allen Jahren zuvor, wieder an der Summerleague in Las Vegas teil, wo er von den BBC-Trainern Andreas Wagner und Georg Eichler intensiv unter die Lupe genommen wurde.

Spieler, der für Wirbel unter dem Korb sorgen kann

„Jared ist ein Spieler mit viel Erfahrung. Er hat in Deutschland schon für Bamberg und Bremerhaven gespielt, kennt die Liga also gut. Weiterhin hat er in Spanien und natürlich in der NBA gespielt, was ihn für uns noch wertvoller macht. Er ist das fehlende Puzzlestück im Kader, groß gebaut, ein guter Rebounder und ein Spieler, der für Wirbel unter dem Korb sorgen kann. Ich freue mich sehr, dass wir einen Spieler seines Kalibers verpflichten konnten“, sagt BBC-Trainer Andreas Wagner über seinen Neuzugang, der in der kommenden Woche in Bayreuth eintreffen wird.

Auch Uli Eichbaum, Manager des Aufsteigers in die Beko Basketball Bundesliga, freut sich über die Verpflichtung von Jared Reiner: „Die Alternativen, die wir im Auge hatten, waren kleiner und eher Power Forwards, die auch als Center spielen können. Seine Europa-Erfahrung, die Einstellung und ausgeglichene Zahlen bei den Punkten und Rebounds haben für eine Verpflichtung gesprochen. Es hat sich gelohnt, zu warten und ich denke, dass wir mit der Besetzung unserer letzten offenen Stelle nochmals für ein Ausrufezeichen gesorgt haben.“