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Freitag, den 16. Juli 2010 um 17:37 Uhr
Forward Marcus Ginyard kommt aus North Carolina
Von Michael Birkhan   
Direkt vom College kommt der dritte Neuzugang des BBC Bayreuth. Mit dem erst 23-jährigen Marcus Ginyard wurde der Starter für die Position des Small Forwards unter Vertrag genommen. Ginyard gilt als Defensivspezialist und spielte in den letzten fünf Jahren an der renommierten University of North Carolina at Chapel Hill, dem College, auf dem schon Basketballlegende Michael Jordan spielte.

Small Forward Marcus Ginyard besetzt beim BBC Bayreuth die dritte Kontingentstelle. Foto: BBC Bayreuth

Small Forward Marcus Ginyard besetzt beim BBC Bayreuth die dritte Kontingentstelle. Foto: BBC Bayreuth

Geboren wurde Marcus Ginyard am 08. Mai 1987 in Rochester, New York, siedelte aber schon in jungen Jahren mit seiner Familie nach North Virginia um. Seine Mutter, selbst aktive Basketballerin, förderte die Karriere von Marcus Ginyard, der die Bishop Denis J. O'Connell High School besuchte und in 133 Spielen beachtliche 119 Siege feiern konnte. Dreimal (2002, 2003 und 2005) gewann sein Team die Virginia Independent Schools Division I. Zahlreiche Auszeichnungen, darunter der Titel “Mr. Basketball“ in Virginia säumten seinen Weg. Im Schnitt kam Marcus Ginyard in vier Jahren auf auf 14,2 Punkte und 4,6 Rebounds.

An der University of North Carolina at Chapel Hill wurde dem 1,96m großen und 94kg schweren Ginyard früh die Rolle als Defensivspieler zugetragen – und diese füllte er zur vollen Zufriedenheit aus. In 107 Spielen wurde er 20 Mal zum “Defensive Player of the Game“ ausgezeichnet, 2006/2007 und 2007/2008 erhielt er die Auszeichnung zum “Defensive Player of the Year“. In der Saison 2008/2009 musste er nach einem Fußbruch früh in der Saison passen und konnte somit nur von der Bank aus mitverfolgen, wie sein Team das NCAA-Turnier gewann. Dennoch erhielt Ginyard die Gelegenheit, eine weitere, fünfte Saison zu spielen.

In der abgelaufenen Saison stand der US-Amerikaner 33 Mal für die “Tar Heels“ auf dem Parkett, erzielte dabei im Schnitt 7,7 Punkte, holte 4,9 Rebounds und 2,8 Assists. Im NIT, dem National Invitation Tournament, dem Turnier der Mannschaften, die nicht im NCAA-Turnier spielen, kam er bis ins Finale, wo die University of North Carolina gegen Dayton unterlag. 2008/2009 kam Ginyard nur in drei Spielen zum Einsatz, ein Jahr zuvor spielte er 39 Mal im Trikot seiner Universität, war Mannschaftskapitän und wurde ins All-Defensive-Team seiner Conference gewählt. 6,9 Punkte, 4,5 Rebounds und 2,2 Assists standen am Ende zu Buche. In der Saison 2006/2007 kam Ginyard in 37 Spielen auf 4,1 Zähler, 3,2 Rebounds und 1,5 Assists, in seiner Freshman-Saison waren es in 31 Spielen 6,3 Punkte, 2,6 Rebounds sowie 1,2 Assists.

Für BBC-Trainer Andreas Wagner, der momentan in Las Vegas auf Spielersuche ist, und der in den vergangenen Tagen mehrmals mit Marcus Ginyard telefonierte, ist der 23-Jährige die Idealbesetzung auf der Position des Small Forwards: „Marcus Ginyard hat an einer Universität mit einem der besten Programme in den USA gespielt. Es ist für uns toll, einen Rookie aus diesem Programm zu bekommen. Wir erwarten uns von unserem Neuzugang, dass er in der Verteidigung seine Vorschusslorbeeren bestätigen wird und Gegenspielern auf den Positionen eins bis drei verteidigen kann. Sicher wird sich Marcus erst auf den europäischen Basketball umstellen müssen, mit seinen Referenzen sollte dies aber sicher schnell geschehen. Ich bin froh, dass er sich für uns entschieden hat und seine sportliche Entwicklung in Bayreuth fortführen möchte.“

Auch BBC-Manager Uli Eichbaum freut sich über die Zusage des dritten Kontingentspielers im Team: „Wir freuen uns, dass das Trainerteam einen seiner Wunschspieler nach Bayreuth lotsen konnte. Er kommt von einem Spitzencollege, an dem auch schon Michael Jordan spielte. Uns beeindruckt die Tatsache, dass er an seiner Universität schon in jungen Jahren Mannschaftskapitän war, viele Spielminuten erhielt und ein Defensivspezialist ist. Gerade auf der Position drei, in der wir in der BBL auf sehr athletische Spieler treffen werden, dürften wir mit Marcus Ginyard einen guten Fang gemacht zu haben. Wir sind sehr optimistisch, einen Spieler verpflichtet zu haben, der auch offensiv Akzente setzen wird.“