Donnerstag, den 29. Juli 2010 um 08:00 Uhr
Auch “Goldlöckchen“ Gavel bleibt ein Bamberger
Von Sebastian Hader   
Seine Agentur Pro One Sports hatte es bereits am vergangenen Freitag vermeldet, nun hat Brose-Baskets-Manager Wolfgang Heyder den Verbleib von Anton Gavel in Bamberg bestätigt. Der 25-jährige Slowake, der in der abgelaufenen Saison von der Interimslösung für die Dauer der Verletzung von John Goldsberry zum absoluten Leistungsträger avancierte, verlängerte seinen Vertrag beim Deutschen Meister und Pokalsieger um zwei Jahre.

Anton Gavel wird weiterhin mit John Goldsberry das Aufbauduo der Brose Baskets bilden. Foto: Sebastian Hader

Anton Gavel wird weiterhin mit John Goldsberry das Aufbauduo der Brose Baskets bilden. Foto: Sebastian Hader

„Wir sind dabei, step by step unser Versprechen einzulösen, den harten Kern der Mannschaft zusammenzuhalten. Mit Anton Gavel ist es gelungen, den nächsten Mosaikstein zu setzen. Er hat einen Vertrag über zwei Jahre mit Ausstiegsklausel unterschrieben, obwohl er zwei sehr, sehr gute Angebote von den Artland Dragons und den EWE Baskets Oldenburg hatte. Er hätte dort deutlich mehr Geld verdienen können, aber sagt selbst, dass das Umfeld und die Fans in Bamberg entscheidende Kriterien für ihn waren. Auch die Euroleague reizt ihn sehr. Er hat sich in der vergangenen Saison alle Spiele angeschaut und freut sich unglaublich darauf, dass er dort jetzt spielen darf. Wir sind natürlich unglaublich froh, den Backcourt halten zu können“, verkündete Heyder den Vertragsabschluss.

Gavel, von seinem ehemaligen Gießener Teamkollegen Heiko Schaffartzik liebevoll “Goldlöckchen“ getauft, war im November des vergangenen Jahres an die Regnitz gewechselt, nachdem sich Spielmacher John Goldsberry einen Bänderriss im Sprunggelenk zugezogen hatte. Als bissiger Verteidiger und gefährlicher Schütze schlüpfte der flinke Slowake schnell in die Rolle des im Zuge des schwachen Saisonstarts schmerzlich vermissten Anführers in Reihen der Brose Baskets und empfahl sich so über einen weiteren Vier-Wochen-Vertrag für einen Kontrakt bis Saisonende. Gemeinsam mit Goldsberry in der Startformation stehend, bildete der 25-jährige Point Guard fortan eines der gefährlichsten Guardduos der Liga und führte die Bamberger mit dem Doublegewinn zur national bis dato erfolgreichsten Saison der Vereinsgeschichte.

Die nächsten Tage sollen Aufschluss geben


In Sachen Casey Jacobsen, Predrag Suput und Tibor Pleiß konnte der Bamberger Manager indes noch keinen Vollzug melden. „Wir sind dran, aber es gibt in der Vertragsgestaltung noch Punkte zu klären. Alle Spieler lassen sich Zeit und wollen in Bamberg bleiben, insofern bin ich optimistisch“, hofft Heyder, in den nächsten zehn Tagen zu weiteren Abschlüssen zu kommen. Sollten alle drei in Bamberg bleiben, könnte ein neuer Center die einzige Neuverpflichtung der Brose Baskets in diesem Sommer bleiben. „Wir beabsichtigen, es mit den jungen Spielern wie Maurice Stuckey, Erik Land und Philipp Neumann zu versuchen. Es kann sein, dass man zu einem späteren Zeitpunkt überlegt, auf der Position vier noch etwas zu machen“, räumte Heyder ein und sprach von zwei interessanten Optionen für die Centerposition, den Namen Adam Chubb hingegen wollte er unkommentiert lassen.