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Samstag, den 14. Januar 2012 um 03:13 Uhr |
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Vor Verschnaufpause noch ins Schwabenland |
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Von Felix Pflaum (Foto: Sebastian Hader)
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Auf eine freie Woche dürfen sich die Spieler der Brose Baskets ab Samstagnacht freuen. Ehe Marcus Slaughter & Co. aber in den Flieger gen Heimat steigen dürfen, müssen sie ab 19.30 Uhr noch eine auf dem Papier vermeintlich einfache Aufgabe bewerkstelligen. Bei der EnBW Ludwigsburg gilt es zum Rückrundenstart, den knappen Vorsprung auf den Überraschungsverfolger aus Ulm zu wahren.
Die Aufhebung des klassischen Modells der identischen Gegnerreihenfolge in Hin- und Rückrunde beschert den Franken ein schnelles Wiedersehen mit dem Halbfinalgegner aus der Meistersaison 2007, der seitdem die Playoffs nie mehr erreichen konnte. Erst knapp zwei Wochen ist es her, dass man die EnBW unmittelbar nach dem Trainerwechsel von Markus Jochum auf Steven Key in der Stechert Arena nach mäßiger Leistung mit 95:84 mühevoll besiegen konnte. In dessen eigener Halle erwartet Brose-Baskets-Headcoach Chris Fleming einen Gegner, der sich an den neuen Übungsleiter nun besser gewöhnt haben dürfte. „Man muss sicherlich eine verbesserte Mannschaft erwarten“, ist er sich auch deshalb sicher, weil Aufbauspieler Jerry Green nach Verletzungsproblemen wieder zum Team gehört: „Er ist ihr wichtigster Spieler. Sicherlich war er zuletzt noch nicht hundert Prozent fit, aber er hatte noch eine weitere Woche zur Regeneration.“
Nach dem Sieg über Bayern München, dem fünften innerhalb von zwölf Tagen nach der kurzen Weihnachtspause, konnten sich auch die Oberfranken ausführlich auf das erneute Duell mit den Barockstädtern vorbereiten. „Wir haben zuhause gegen Ludwigsburg eine schwächere zweite Halbzeit gezeigt, diesen Eindruck wollen die Spieler am Samstag sicher korrigieren“, glaubt Co-Trainer Arne Woltmann, der mit seinen Kollegen sicherlich eine Strategie entwickelt haben wird, Alex Harris besser in den Griff zu kriegen. Der “Ballermann“ im Ludwigsburger Trikot schenkte den Brose Baskets zuletzt in einer Halbzeit fünf Dreier ein.
Key prangert Disziplinlosigkeit an
Seinen Trainer würde eine erneute derartige Vorstellung sicher freuen, Key sieht jedoch andere Baustellen in der Mannschaft, die es zu beackern gilt. „Um in der Verteidigung richtig Gas geben zu können, muss jeder Einzelne ein paar Prozent drauflegen. Nur wenn wir physisch fit sind, werden wir genug Energie aufbringen können, uns aus der momentanen Situation zu befreien. Wir benötigen hohe Intensität in jeder einzelnen Trainingseinheit und jeder Minute des Spiels, müssen unseren Teamkollegen Vertrauen schenken und sowohl auf als auch neben dem Feld mit großer Disziplin unserer Arbeit nachgehen. Es muss ein Klima entstehen, in dem wir unser ganzes Potenzial ausschöpfen können, aber das geht nur, wenn sich jeder Einzelne an gewisse Regeln hält“, richtet er markige Worte an sein Team, das punktgleich mit dem ersten Abstiegsplatz auf Rang 15 steht.
„Ich glaube, der Tabellenplatz spielt gerade bei solchen Spielen überhaupt keine Rolle“, will Fleming sich davon nicht blenden lassen: „Ludwigsburg braucht die Punkte aus den Heimspielen. Gegen uns haben sie nichts zu verlieren und werden entsprechend locker aufspielen. Es ist das erste Spiel der Rückrunde und ein Sieg wäre für uns wichtig, aber das wird keine leichte Aufgabe.“ Auch die Brose Baskets werden sich an gewisse Regeln halten müssen, um in der Arena Ludwigsburg erfolgreich sein zu können. Nicht den Heimflug mit einer Niederlage antreten und am nächsten Samstag beim ALLSTAR Day dann vor dem schwäbischen Publikum erneut auflaufen zu müssen, sollte Motivation genug sein.
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