Montag, den 08. März 2010 um 23:32 Uhr
Versöhnlicher Abschluss auch ohne Suput geplant
Von Felix Pflaum   
Ihre Abschiedsvorstellung auf europäischer Bühne für diese Saison geben am morgigen Dienstag ab 20.00 Uhr bei Benetton Treviso die Brose Baskets. Für beide Kontrahenten ist der Zug gen Viertelfinale bereits abgefahren, einzig die Frage, wer die Gruppe auf dem letzten Platz beendet, muss aufgrund des Überraschungssieges der Italiener gegen Bilbao in der Vorwoche noch beantwortet werden.

Der zuletzt von Rückenproblemen geplagte Predrag Suput ist nicht mit nach Treviso gereist. Foto: Sebastian Hader

Der zuletzt von Rückenproblemen geplagte Predrag Suput ist nicht mit nach Treviso gereist. Foto: Sebastian Hader

Selbstredend wollen die Bamberger sich nicht in dieser Rolle wiederfinden, würde es doch der starken Leistung auf kontinentaler Ebene nicht gerecht werden. „Zwar wäre es schön gewesen, eine Runde weiter zu kommen, zumal wir auch in Bilbao eine Siegchance hatten, aber wir sind insgesamt viel besser aufgetreten, als in den letzten beiden Jahren und haben auch für die Bundesliga wesentlich mehr profitiert als in den Jahren zuvor. Mit bisher sechs Siegen haben wir uns international sehr gut präsentiert“, zog Manager Wolfgang Heyder schon vor der letzten Partie ein positives Fazit, auch wenn der um sechs Zähler zu niedrig ausgefallene 84:81-Heimsieg in der Vorwoche gegen Panellinios Athen nicht reichte, um eine Chance aufs Weiterkommen zu wahren. Die hat der zweite deutsche Vertreter ALBA Berlin noch, die am Wochenende von den Oberfranken ordentlich abgewatschten Hauptstädter müssen dazu das direkte Duell beim Konkurrenten Badalona gewinnen.

Die Bamberger hingegen können vor den kommenden harten Wochen mit Duellen gegen Teams mit Playoffambitionen und dem Pokalturnier relativ befreit aufspielen und reisen auch nicht in Vollbesetzung nach Italien. Peja Suput, Topscorer der Mannschaft, pausiert im Spiel um die "Goldene Ananas“, um seinen maladen Rücken in Bamberg behandeln zu lassen. Aufgrund des engen Spielplans musste der Serbe zuletzt immer wieder auf die Zähne beißen, im Hinblick auf eine hoffentlich noch lange Restsaison soll er sich jetzt erst einmal richtig auskurieren. „Wir haben uns entschieden, ihn zuhause zu lassen. Sein Rücken ist zwar besser geworden, aber die langen Auswärtsfahrten stellen ihn noch immer vor Probleme. Auf lange Sicht gewinnen wir mehr, wenn wir ihn schonen. Er ist aber ein Einzelfall, das Spiel soll gewonnen werden“, macht Coach Chris Fleming unmissverständlich klar.

Auf die Begegnung freuen dürften sich Akteure wie Beckham Wyrick oder Robert Garrett, die zuletzt kaum aufs Parkett durften. Womöglich erhalten sie am Dienstag ausreichend Gelegenheit dazu, ihren Wert für die Mannschaft zu unterstreichen und sich für mehr Spielanteile aufzudrängen. Damit die Brose Baskets  in der Gruppenendabrechnung vor ihrem morgigen Gastgeber bleiben, dürfen sie sich dank des Heimsiegs im Hinspiel eine Niederlage mit nicht mehr als neun Punkten Differenz erlauben.
 
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