Montag, den 19. Juli 2010 um 15:06 Uhr
Neumann verlängert, Baustellen bleiben
Von Sebastian Hader   
Nach wie vor Unklarheit herrscht über die Kaderzusammensetzung der Brose Baskets für die kommende Saison. Auch Wolfgang Heyder konnte am Montagnachmittag wenig Licht ins Dunkel bringen, denn aus verschiedenen Gründen, so der Bamberger Manager, könnten derzeit keine Entscheidungen getroffen werden. Die gute Nachricht: Nachwuchsakteur Philipp Neumann hat sich für weitere drei Jahre an das Programm gebunden.

Center Philipp Neumann wird in der kommenden Saison fester Bestandteil des Profikaders. Foto: Sebastian Hader

Center Philipp Neumann wird in der kommenden Saison fester Bestandteil des Profikaders. Foto: Sebastian Hader

„Wir freuen uns, dass wir ihn trotz guter Angebote aus Spanien oder von Partizan Belgrad weiterverpflichten konnten. Philipp wird in den Profikader aufrücken, soll aber auch weiterhin in der Pro B und NBBL Erfahrung sammeln“, vermeldete Heyder. Der U18-Nationalspieler wechselte im vergangenen Sommer aus Nürnberg und legte in der Pro B für den TSV Tröster Breitengüßbach in 20 Spielen durchschnittlich 8,4 Punkte und 6,4 Rebounds auf. In der NBBL gehörte er mit 20,4 Punkten und 12,9 Rebounds zu den acht besten Schützen der Liga. Von 20. Juli bis 02. August wird der 18-Jährige mit der U18 bei der Europameisterschaft in Litauen im Einsatz sein, ehe er am 20. August mit dem Profiteam in Bamberg die Saisonvorbereitung aufnehmen soll.

Dem Ziel, den Kern des Kaders aus der Vorsaison zusammen zu halten, sei man indes noch nicht näher gekommen. „Bei Tibor Pleiß ist nach wie vor unklar, ob er bleibt. Er möchte unbedingt in Bamberg bleiben, sein Agent versucht aber nach wie vor, ihn an einen anderen europäischen Standort zu bringen. Das belastet uns natürlich insofern, als Tibor ein wichtiger Bestandteil des Teams und deutscher Nationalspieler ist. Bei Casey Jacobsen ist dagegen die Frage der Finanzierung noch nicht geklärt, woran sich natürlich weitere Entscheidungen anschließen“, ist Heyder trotz vieler offener Fragen optimistisch, in der laufenden Woche ein Stück weiter zu kommen.

Einen unterschriftsreifen Vertragsentwurf über zwei Jahre hat Predrag Suput vorliegen, doch auch mit dem Serben konnte noch keine Einigung erzielt werden. Heyder: „Er beziehungsweise sein Agent versuchen, das Angebot in die Höhe zu treiben. Wir haben aber definitiv keinen Spielraum mehr. Wenn es Teams gibt, die höher einsteigen, können wir das nicht ändern.“ Anton Gavel und John Goldsberry haben dagegen nach Aussage des Bamberger Managers signalisiert, bei den Brose Baskets bleiben zu wollen. Eine Einigung hänge aber in beiden Fällen ebenfalls von der Gesamtsituation ab.

Kein Thema mehr ist Center Elton Brown. „Ich denke, dass wir da nach einer anderen Option suchen. Chris Fleming bringt einige Ideen aus den USA mit“, verriet Heyder. Über den in Oldenburg als Abgang feststehenden Ruben Boumtje Boumtje habe man, so Heyder auf Nachfrage, noch nicht gesprochen.