Montag, den 26. Juli 2010 um 10:33 Uhr
Meistercoach Fleming verlängert vorzeitig bis 2012
Von Felix Pflaum / Sebastian Hader   
Nägel mit Köpfen haben die Verantwortlichen der Brose Baskets nach dem umjubelten Ende der national bisher erfolgreichsten Saison der Bamberger Basketballgeschichte gemacht und den bis 2011 laufenden Vertrag mit dem Trainerduo Chris Fleming und Arne Woltmann vorzeitig um ein weiteres Jahr verlängert. Der 40-jährige Familienvater bleibt den Oberfranken damit bis mindestens 2012 als Headcoach erhalten.

Jubel bei Manager Heyder und Headcoach Fleming (li.), der bis 2012 in Bamberg verlängert hat. Foto: Daniel Löb

Jubel bei Manager Heyder und Headcoach Fleming (li.), der bis 2012 in Bamberg verlängert hat. Foto: Daniel Löb

„Am Ende des Tages war ich immer davon überzeugt, dass Chris Fleming nach dem Weggang von Dirk Bauermann vor zwei Jahren die beste Lösung für Bamberg ist. Das haben die Entwicklung des Programms und der Erfolg der vergangenen Saison gezeigt. Wir freuen uns sehr, dass er und auch sein Assistent Arne Woltmann uns erhalten bleiben", verkündete Manager Wolfgang Heyder. Nach Startschwierigkeiten in beiden Jahren hatte Fleming die Brose Baskets zweimal noch souverän in die Playoffs geführt, war dort 2009 aber noch im Halbfinale gegen den späteren Champion Oldenburg ausgeschieden, ehe er 2010 mit Bamberg den Meistertitel gewinnen konnte, welcher ihm 2007 als Trainer der Artland Dragons noch von den Oberfranken verwehrt worden war. Der Pokalsieg am 11. April 2010 in Frankfurt, exakt 40 Jahre nach dem ersten Aufstieg des damaligen FC Bamberg in die Basketball Bundesliga, machte den erstmaligen Doublegewinn für die Domstädter perfekt. Zuletzt war dieser Doppeltriumph Berlin im Jahr 2003 gelungen.

Goldsberry verlängert um zwei Jahre, weitere Abschlüsse in Aussicht

Erwartungsgemäß bestätigte Heyder auch die Vertragsverlängerung von Spielmacher John Goldsberry. „John hat in der zweiten Saisonhälfte gezeigt, wie wichtig er ist. Er steht nicht so dominierend in der Öffentlichkeit wie andere Spieler, aber ist durch seine Art, der General auf dem Feld zu sein, der Kopf der Mannschaft. Er ist ein harter Verteidiger, der sich für die Mannschaft aufopfert. Solche Spieler brauchen wir, die mit vollem Herzen und vollem Ehrgeiz spielen. Demzufolge war es natürlich auch der große Wunsch des Trainers, dass John bleibt", so der Bamberger Manager.

Hinsichtlich weiterer Abschlüsse ist indessen in den kommenden zehn Tagen mit Vollzugsmeldungen zu rechnen. Obgleich Predrag Suput via Facebook seinen Verbleib bestätigte und auch Anton Gavels Agentur Pro One Sports eine Vertragsunterzeichnung meldete, gebe es noch offene Punkte zu klären. Heyder: „Man ist willens, weiter zusammenzuarbeiten, aber es gibt noch die ein oder andere Baustelle. Das gilt für Tibor Pleiß ebenso wie für Anton Gavel, Predrag Suput und Casey Jacobsen. Aber ich denke, dass wir in den nächsten Tage weiterkommen werden.“