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Donnerstag, den 29. Dezember 2011 um 15:11 Uhr |
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Festung soll auch zum Jahresabschluss halten |
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Von Felix Pflaum (Foto: Daniel Löb)
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Keine deutsche Mannschaft konnte die Brose Baskets im Jahr 2011 in der Bamberger Stechert Arena bezwingen. Auch der EnBW Ludwigsburg wollen die Domstädter dieses Privileg nicht einräumen, wenn es am vorletzten Tag des Jahres ab 20.00 Uhr dort zum fränkisch-schwäbischen Aufeinandertreffen kommt. Vom Papier her keine schwere Aufgabe, Headcoach Fleming warnt dennoch vor einer zu lockeren Herangehensweise.
Drei Niederlagen in Serie setzte es zuletzt für die Barockstädter, nach nur vier Siegen aus zwölf Spielen beurlaubte man Trainer Markus Jochum, der im Vorjahr erst am letzten Spieltag den Playoffeinzug verpasst hatte. Und auch Hauptsponsor EnBW kündigte im Dezember an, sein Engagement zum Saisonende auslaufen zu lassen. Bei den Bambergern, die durch die Schützenhilfe der Artland Dragons seit Dienstag wieder Tabellenführer sind, sieht die Ausgangssituation wahrlich rosiger aus. Genau diese Szenarien erwiesen sich allerdings im bisherigen Saisonverlauf oft als trügerisch und gefährlich für die Mannschaft, welche in solchen Momenten unerklärliche Blackouts zeigte.
Fleming: Treffen auf eine intakte Mannschaft
„Wir treffen auf eine intakte Mannschaft, die in der letzten Saison fast die Playoffs geschafft hat. Sie haben sich noch nicht gefunden, aber es steckt eine Menge Qualität im Kader“, betont Fleming daher das Potential des Gegners, welches man seinem Gameplan nach am besten im Keim ersticken solle. „Für uns geht es darum, unsere Angriffe zu verbessern und frühzeitig im Spiel eine defensive Wand aufzubauen. Ich glaube, die Phase, in der Trier frühzeitig ein paar leichte Punkte bekommen hat, hat ihnen ein bisschen Hoffnung gegeben. Das wollen wir am Freitag auf keinen Fall erlauben.“
Offensiv besitzt das EnBW-Team in der Tat viele Waffen, Akteure wie der Ex-Bonner John Bowler unter dem Korb, Hagens letztjähriger Wirbelwind Mark Dorris, der Euroleague-erprobte Jeff Greer und nicht zuletzt Aufbauspieler Jerry Green, MVP der BBL-Saison 2006/2007, bürgen für hohe offensive Qualität. Gerade in der Fremde jedoch zeigten sich die Schwaben bislang als zu brave Gäste, alle fünf Auswärtspartien gingen verloren.
Key fordert mehr Teamplay
„Wenn wir es nicht lernen, zusammen zu spielen, haben wir ein großes Problem. Wir haben die Basis und das Potenzial, ein gutes Team zu sein, dafür muss allerdings jeder einzelne Spieler die richtige Einstellung an den Tag legen und das ist momentan leider nicht der Fall. Außerdem war unsere Defense erneut viel zu schwach, daher werden wir uns in den nächsten Tagen ausschließlich auf die Verteidigung konzentrieren“, fand Steven Key, nach Jochums Abgang auf der Trainerbank vom zweiten ins erste Glied gerückt, deutliche Worte in Richtung seiner Spieler, mit denen er sich nun eine Woche lang auf das Gastspiel im Frankenland vorbereiten konnte. Ob das aber reichen wird, um die zuhause gewöhnlich deutlich intensiver spielenden Bamberger zu schlagen, wird sich zeigen müssen. Zumindest stehen mit Green und Bowler Akteure im Kader, die das Gefühl eines Sieges in Bamberg kennen – sollte Bamberg sein Parkett aber weiter so stark verteidigen, könnten sie bei der hohen Personalfluktuation in der Liga bald einer aussterbenden Art angehören.
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