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Freitag, den 09. Dezember 2011 um 18:30 Uhr |
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Ein Klassiker lebt wieder auf |
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Von Michael Will (Foto: Sebastian Hader)
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Seit dem 06. Februar 2005 haben die fränkischen Basketballfans auf dieses Derby warten müssen. Am Samstag um 19.00 Uhr ist es nun endlich wieder so weit: Der Deutsche Meister aus Bamberg tritt in der Würzburger s.Oliver Arena gegen den Aufsteiger s.Oliver Baskets an. Die Vorfreude auf das Nachbarschaftsduell war bereits beim Ticketvorverkauf zu spüren. Alle 3.140 Eintrittskarten waren binnen weniger Minuten vergriffen.
Den Tabellenführer erwartet nur zwei Tage nach dem Auswärtssieg gegen Unicaja Malaga in der Turkish Airlines Euroleague ein weiterer heißer Tanz, sind die Unterfranken doch für ihre aggressive Spielweise und ihre von Headcoach John Patrick bevorzugte Ganzfeldpresse bekannt. Hinzu kommen wird eine aufgeheizte und lautstarke Stimmung in der Würzburger Festung. Diese Atmosphäre trug nicht unerheblich dazu bei, dass die Heimserie des Aufsteigers seit Dienstag nun schon genau zwei Jahre und 31 Pflichtspiele andauert. „Es wird uns natürlich helfen, dass wir zuhause spielen. Die Fans geben uns immer Extra-Energie und besonders viel Selbstvertrauen. Das braucht man gegen eine absolute Top-Mannschaft wie Bamberg“, setzt Würzburgs Trainer John Patrick auf den Heimvorteil.
Der Trainer ist der Star
Mit Spielmacher Ben Jacobson, Shooting Guard John Little und Center Jason Boone werden voraussichtlich wieder drei Ex-Göttinger in der Startformation des Liganeulings stehen. Vervollständigt wird die erste Fünf wohl durch den etatmäßigen Guard und Topscorer des Teams Chris Kramer (11,6 Punkte pro Partie) auf der Small-Forward-Position und Ivan Elliott als Power Forward. Für Entlastung sorgen im ausgeglichenen Kader in erster Linie Chester Frazier, Shooter Ricky Harris und Center Robert Tomaszek. Nach einem herausragenden Star sucht man Kader der Gastgeber allerdings vergebens, denn der steht für gewöhnlich gestikulierend an der Seitenlinie, hört auf den Namen John Patrick und ist zweimaliger Trainer des Jahres in der Beko Basketball Bundesliga.
„Würzburg spielt natürlich sehr ähnlich wie Göttingen die letzten Jahre. Mit Boone, Jacobson, Little und jetzt auch noch Frazier hat John Patrick ein Gerüst von Spielern mitgebracht, die genau wissen, welchen Basketball er spielen will. Sie pressen zwar deutlich weniger als noch zu Göttinger Zeiten, spielen aber nichtsdestotrotz eine sehr harte Manndeckung und lassen wenig Punkte zu“, so Bambergs Co-Trainer Arne Woltmann. „Unser Ziel ist es, Spieltempo und Rebound zu kontrollieren und so einen weiteren Sieg in der Bundesliga einzufahren.“
Auch Bamberg setzt auf Teamplay
Die Mannschaft des Doublegewinners bedarf kaum der Vorstellung. Trotz der großen Namen steht aber auch bei Cheftrainer Chris Fleming das Teamplay im Vordergrund. Dementsprechend ausgeglichen lesen sich die Statistiken. Neben Topscorer Anthony Tucker (11,6 Punkte) scoren mit Flügelspieler Casey Jacobson, den Guards Brian Roberts und Julius Jenkins sowie Power Forward Marcus Slaughter gleich fünf Spieler im Schnitt zweistellig. Hinzu kommen in Person von Aufbauspieler Anton Gavel, Center Tibor Pleiß, Forward Pedrag Suput und Guard Karsten Tadda weitere Akteure, die über die individuellen Fähigkeiten verfügen, um Spiele entscheiden zu können.
Aufgrund des derart tief besetzten Kaders sieht Patrick auch keinen Vorteil für sein Team im nur 48 Stunden zurückliegenden Euroleague-Spiel der Gäste: „Bamberg ist so tief besetzt und hat auf jeder Position so viel Qualität, dass das kaum eine Rolle spielen wird. Es ist egal, wer bei ihnen auf dem Feld steht. Natürlich kann es schwierig sein, zwei Spiele in drei Tagen zu haben. Aber Bamberg ist das gewohnt. In Göttingen haben wir oft unsere besten Spiele gemacht, wenn wir dreimal pro Woche gespielt haben.“
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