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Dienstag, den 03. Januar 2012 um 14:58 Uhr |
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Doppel-Meister trifft auf seinen Vorgänger |
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Von Felix Pflaum (Foto: Sebastian Hader)
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Ehe sich die Brose Baskets 2010 und 2011 die nationale Krone aufsetzen durften, feierten 2009 die EWE Baskets Oldenburg mit der ersten Deutschen Meisterschaft den größten Erfolg ihrer Vereinsgeschichte. Nach einem zuletzt eher mauen Jahr will Meistertrainer Krunic diese Saison mit prominentem Personal neu angreifen, seinem Team fehlte es zunächst jedoch an Konstanz. Dennoch müssen die Bamberger am Mittwoch ab 20.00 Uhr in der Stechert Arena auf der Hut sein.
„Betrachtet man die Startformation der Oldenburger, ist es nicht abwegig, von der stärksten ersten Fünf der Liga zu sprechen“, konnte man kürzlich bei einer TV-Übertragung auf SPORT1 aus dem Mund des Kommentators vernehmen, allerdings erlebten die “Donnervögel“ zu diesem Zeitpunkt gerade beim Überraschungs-Zweiten Ulm ein Waterloo. Als darauf auch noch das prestigeträchtige Derby gegen die Artland Dragons in eigener Halle sang- und klanglos verloren wurde, schien an der Hunte der Baum zu brennen. Eine Serie von drei Siegen hat das Team seitdem aber wieder in angenehmere Tabellenregionen aufsteigen lassen. Eine Platzierung unter den ersten Sechs, die zur Teilnahme am Pokal berechtigen würde, ist zum Hinrundenende wieder absolut im Bereich des Möglichen.
Oldenburg kommt langsam in Fahrt
Erwartet hätte man die Niedersachsen noch höher, gemeinsam mit den Brose Baskets, Berlin und dem gehypten Aufsteiger München wurden sie am häufigsten als Titelkandidat genannt, kamen aber nur schwer in die Gänge. Die Startformation um Berlins letzten Meister-Aufbau Bobby Brown, den aus Spaniens ACB, der stärksten Liga Europas, geholten Kenny Hasbrouck und Adam Chubb, dem Euroleague-erprobten Ronnie Burrell und Dauerbrenner Rickey Paulding lässt von den Namen her aufhorchen, präsentierte sich zunächst aber nur selten als Einheit. Einzelaktionen im Angriff und keinerlei Hilfe in der Abwehr, gepaart mit den oft eigentümlich erscheinenden Wechsel- beziehungsweise Nicht-Wechsel-Taktiken von Krunic ließen viele die EWE Baskets schon vorschnell abschreiben, die sich spätestens mit dem Auswärtssieg in Bremerhaven, wo zuvor Berlin und München Federn gelassen hatten, am Montag aber zurückmeldeten.
Brown ist der Schlüsselspieler
„Phasenweise ist es uns in der Defensive gelungen, die Eisbären zu stoppen. Das war der Grund für den Sieg“, kommentierte Krunic die Vorstellung seiner Mannen, räumte aber auch ein: „Die Verteidigung war auf beiden Seiten nicht so stark.“ Hier liegt daher auch der Ansatzpunkt für die Oberfranken, um auch das vierte der fünf Spiele innerhalb von zwölf Tagen erfolgreich zu gestalten. Lässt man vor allem Brown offensiv zu viel Raum und in einen Rhythmus kommen, ist der Ex-NBA-Profi problemlos imstande, eine Partie an sich zu reißen und nach Belieben zu dominieren. In der Defensive hart zu arbeiten hingegen ist seine Sache vor allem dann nicht, wenn man ihm vorne die Lust am Spiel zu nehmen versteht. Den Titelträger von 2009 nicht ins Laufen kommen zu lassen, ist daher oberste Bürgerpflicht für die Brose Baskets, wenn sie ihren aktuellen Status als Ligaprimus untermauern wollen.
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