Donnerstag, den 12. August 2010 um 09:00 Uhr
Der letzte Baustein heißt Reyshawn Terry
Von Felix Pflaum / Sebastian Hader   
Die aus Sicht der Brose Baskets hoffentlich lange Spielzeit 2010/11 kann beginnen, der Kader ist komplett. Als letzten Akteur präsentierten die Oberfranken am Donnerstag den US-Flügelspieler Reyshawn Terry. Der 26-jährige Absolvent der renommierten University of North Carolina at Chapel Hill, aus deren Reihen auch NBA-Legende Michael Jordan hervorging, wechselt für ein Jahr aus der spanischen ACB an die Regnitz.

Der Kader von Brose-Baskets-Headcoach Chris Fleming für die Saison 2010/2011 ist komplett. Foto: Daniel Löb

Der Kader von Brose-Baskets-Headcoach Chris Fleming für die Saison 2010/2011 ist komplett. Foto: Daniel Löb

Schon vor einigen Wochen war Terrys Name in Internetforen mit den Brose Baskets in Verbindung gebracht worden, allerdings hatte eine italienische Lokalzeitung zwischenzeitlich verkündet, der Lega-A-Club Air Avellino habe sich seine Dienste gesichert – eine Falschmeldung, wie sich nun herausstellte. Der auf beiden Forward-Positionen einsetzbare 2,03m lange Terry, der 2007 als 14. Spieler der zweiten Runde von den Orlando Magic gedraftet und direkt an die Dallas Mavericks abgegeben wurde, aber nie ein NBA-Spiel bestritt, wird dort wohl sowohl hinter Casey Jacobsen als auch hinter Predrag Suput agieren.

„Wir haben einen Spieler gesucht, der sowohl die Position drei als auch vier spielen kann, der defensiv sehr stark ist und Euroleague-Erfahrung hat. Er hat auf höchstem europäischen Niveau gespielt und wird uns defensiv wie offensiv helfen. Damit sind wir auf allen Position gut abgedeckt und haben gleichzeitig genug Raum, unsere jungen Spieler zu entwickeln. Wichtig war, unsere Leistungsträger zu halten, und Spieler zu holen, die uns weiterbringen. Unsere Vorgabe im Sommer war, uns im Rebound zu verbessern und athletischer zu werden. Ich denke, dass ist uns mit Kyle Hines und Reyshawn Terry gelungen“, sieht Headcoach Chris Fleming die Brose Baskets gut gerüstet für die Aufgaben in der Beko Basketball Bundesliga und der Euroleague.

Im vergangenen Jahr gehörte Terry zum Kader von Aufsteiger Xacobeo Blu:Sens in Santiago de Compostela, wo er im Schnitt 12,1 Punkte und 4,9 Rebounds verbuchen, den direkten Wiederabstieg aber nicht verhindern konnte. Die drei vorherigen Spielzeiten seit dem Ende seiner Collegelaufbahn 2007 verbrachte er in Italien und Griechenland, für Aris Saloniki lief er 2007/08, wie auch bisher letztmals die Brose Baskets, in der Euroleague auf. Dort wird er sich womöglich etwas schneller heimisch fühlen als seine neuen Teamkollegen und auch in der BBL weniger Anpassungsprobleme haben, schließlich spielte die spanische Eliteliga bereits im Vorjahr mit der neuen Zone und Dreierlinie.