Wir verlosen 1x2 Tickets für das Heimspiel der Brose Baskets gegen die Artland Dragons am Sonntag, den 27. Mai 2012, um 16.45 Uhr in der Bamberger Stechert Arena. Zur Teilnahme senden Sie uns einfach eine E-Mail (Betreff: Brose-Verlosung) samt Kontaktdaten. Einsendeschluss ist der 25. Mai 2012.
Am Gewinnspiel teilnehmen
| Sonntag, den 18. Dezember 2011 um 23:29 Uhr |
| Bremerhaven am Ende klar geschlagen |
| Von Felix Pflaum (Foto: Sebastian Hader) |
![]() Ist es das Dilemma der hohen Erwartungshaltung in Bamberg, dass selbst nach dem 90:58 (39:28)-Kantersieg die Zufriedenheit im Lager der Brose Baskets überschaubar wirkte oder lag das klare Endresultat tatsächlich am schwachen Auftritt der Eisbären Bremerhaven, die den Oberfranken kaum Gegenwehr leisteten? Auch die Macher in der Domstadt dürfte eine ähnliche Fragestellung umtreiben. Deren Mannschaft knickte bei Gegenwind im bisherigen Saisonverlauf oft genau dann ein, wenn es an der Zeit gewesen wäre, sich als verschworene Einheit zu präsentieren und geschlossen für ein gemeinsames Ziel zu arbeiten. Mit dem Erfolg über die Nordlichter ist man zwar zurück an der Tabellenspitze, zeigte allerdings im ersten Viertel eine Leistung, die gegen viele andere Mannschaften einen zweistelligen Rückstand nach sich gezogen hätte. Die Eisbären dagegen bewegten sich lediglich in den ersten zehn Minuten des Spiels sowie eine kurze Phase nach der Halbzeit auf Augenhöhe, ehe sie ohne den verletzten Torrell Martin und quasi ohne den offenbar beim Trainer in Ungnade gefallenen Jamison Brewer führungslos Ballverluste und Fehlwürfe aneinanderreihten. Rumpelbasketball im Auftaktviertel 15:15 stand es nach diesen zehn Minuten, Bambergs Punkte waren dabei vor allem Einzelaktionen entsprungen. Lediglich Kapitän Casey Jacobsen konnte mit seinen Drives hin und wieder Lücken reißen, von denen seine Mitspieler profitierten. Vier der insgesamt nur acht Ballverluste fielen in diese Anfangsphase, weil man das Spiel nicht las, sondern sich riskante Manöver einbildete, den Ball schlampig behandelte oder dem Mitspieler Pässe auf Knöchelniveau servierte. Bremerhaven indes, vor Wochenfrist noch zuhause gegen Bayern München erfolgreich, begann stark, schien die Bamberger mit deren eigener Waffe, dem Tempospiel, überrumpeln zu wollen, scheiterte dabei aber am Fehlen eines echten Spielgestalters. Brewer kaum eingesetzt, der junge Canty zu grün und Terrell Everett sowie Mike Smith sichtlich außerhalb ihres eigentlichen Kompetenzbereichs eingesetzt, konnten ihr Team nicht in der Spur halten. Starke Defensive führt zu leichten Punkten So leistete man ab dem zweiten Viertel Aufbauarbeit für die nun in der Defensive besser funktionierenden Bamberger, die sich über Ballverluste leichte Punkte oder Freiwurfchancen erarbeiteten, so dass eine recht komfortable Führung auch ohne allzu viel Setplay heraussprang. Wie zu erwarten, gefiel sich vor allem P.J. Tucker in dieser freien Art des Spiels ohne allzu enge taktische Fesseln. Gemeinsam mit Julius Jenkins und Marcus Slaughter führte er den Titelverteidiger zu einer zweistelligen Pausenführung unter tatkräftiger Unterstützung der Gäste. Höhepunkt dabei war sicherlich die Szene, als nach Slaughters vergebenem Bonusfreiwurf – in der Annahme, es würde noch ein zweiter Freiwurf folgen – kein Bremerhavener zum Rebound ging und Slaughter selbst die Kugel direkt am Ring abgreifen und einschlagen konnte. Trotz nur eines Treffers bei neun Dreierversuchen hatte man durch individuelle Klasse ein beruhigendes Polster. Tuckers Buzzerbeater knockt Eisbären aus Jacobsen war es schließlich, der die Zeichen im dritten Abschnitt endgültig auf Sieg stellte. Mike und Anthony Smith sowie Peacock hatten die Gäste auf 41:37 herangebracht, als der Flügelspieler neun seiner elf Zähler in Serie produzierte und Roberts schließlich wieder auf 52:41 erhöhte. Spätestens die letzte Aktion des dritten Viertels, ein Dreier von Tucker von der Mittellinie zum 62:49, brach den mit kurzer Bank spielenden Seestädtern das Genick. 28:9 ging der letzte Abschnitt an die Oberfranken, die angesichts des deutlichen Erfolgs auch endlich die Art von Angriffsspiel aufzogen, die man von ihnen kennt und sehen will. Ob dies aber auch unter Druck möglich ist, müssen die nächsten Wochen und Monate zeigen. Stimmen zum Spiel: Doug Spradley (Headcoach Eisbären Bremerhaven): „Glückwunsch an Bamberg, man hat uns in der zweiten Hälfte gezeigt, wie man erfolgreich Basketball spielt. Die statistischen Werte sind bei den Ballverlusten, der Wurfquote und den geholten Offensivrebounds einfach zu schlecht, um hier eine Chance haben zu können. In der ersten Hälfte bestand für uns die Möglichkeit, im Spiel zu bleiben, Bamberg hat unsere dummen Fehler aber ausgenutzt und ist weggezogen. Nach der Pause wurden wir nach gutem Start müde, Tuckers Wurf war schließlich tödlich und hat unsere verdiente Niederlage früh besiegelt.“ Chris Fleming (Headcoach Brose Baskets): „Bremerhaven ist, wie wir noch aus den Playoffs wissen, ein unangenehmer Gegner, der seine Qualität erst letztes Wochenende zeigen konnte und vor dem wir deshalb großen Respekt hatten. Sie kamen, weil sie physischer und aggressiver waren als wir, gut ins Spiel, ehe unsere zweite Fünf um Tucker und Jenkins Ende des ersten und Anfang des zweiten Viertels mit ihrer Energie wichtige Impulse geben konnte. Jacobsen hat dann im dritten Viertel übernommen, als es noch einmal eng zu werden drohte. Unser Selbstvertrauen war sehr wacklig, alle waren vom Donnerstag noch mitgenommen, daher war es sicher keine Glanzleistung gegen einen verletzungsgeplagten Gegner. Wir sind froh, wie wir die engen Phasen überstanden und Charakter gezeigt haben.“ Brose Baskets: Slaughter (21), Jenkins (16), Tucker (16), Jacobsen (11), Pleiß (8), Roberts (8), Suput (5), Gavel (3), Schmidt (2), Monse, Tadda Eisbären Bremerhaven: Smith M. (19), Cain (9), McNaughton (8), Peacock (8), Raffington (5), Smith A. (5), Everett (4), Brewer, Canty Ausführliches Scouting - Anzeige - |