Dienstag, den 20. Dezember 2011 um 23:54 Uhr
Bamberger glauben an letzte Chance
Von Felix Pflaum (Foto: Sebastian Hader)   


“Das Wunder von Manhattan“, ein Film aus den Jahren 1947 und 1994 flimmert traditionell in der Weihnachtszeit über die Fernsehschirme, “Das Wunder von Athen“ wollen die Brose Baskets am Mittwoch ab 20.00 Uhr bei Panathinaikos schaffen. Einzig ein Sieg in der griechischen Hauptstadt könnte das Überleben der Mannschaft von Chris Fleming in der europäischen Königsklasse sichern, sofern auch Zagreb in Kaunas einen Erfolg landet.


Zweifellos werden die Kroaten vor bis zu 15.000 gegnerischen Anhängern in Litauen alles versuchen, schließlich ist auch für sie die Zwischenrunde noch drin. Bambergs Trainer möchte aber dennoch nicht allzu viele Gedanken an die parallel ausgetragene Begegnung der Konkurrenten um den letzten freien Platz in der nächsten Runde verschwenden: „Was woanders passiert, können wir nicht beeinflussen. Wir glauben an einen Sieg in Athen, das ist unsere Aufgabe“, macht er deutlich. „Ich glaube der Charakter der Mannschaft ist so, dass sie – egal welche Voraussetzungen da sind – gewinnen will. Alle Spieler, die wir haben, wollen gewinnen. Wir müssen nicht extra motivieren. Wir setzen diese Motivation voraus und ich bin überzeugt, die ist auch da“, unterstreicht sein Assistent Arne Woltmann.

Athen will offene Rechnung begleichen

Selbstredend ist die Herausforderung für die Brose Baskets eine riesige, konnte man doch schon vor eigenem Publikum verletzungsgeplagte Griechen nur mit einer Topleistung und gleichzeitig einer ordentlichen Portion Glück hauchdünn besiegen. Headcoach Obradovic und sein Taktgeber auf dem Feld, Dimitris Diamantidis, werden sich, obgleich Athen unabhängig vom Endergebnis auf dem zweiten Tabellenplatz abschließen wird, bestimmt nicht die Blöße geben wollen, erneut gegen Bamberg zu verlieren. „Wir werden hart und mit viel Motivation auftreten“, kündigt der achtfache Euroleague-Champion Obradovic an. Er wird wie im Hinspiel auf seine Leistungsträger Perperoglou und Tsartsaris verzichten müssen, allerdings ist gut vorstellbar, dass der erfahrene Jasikevicius sowie Mike Batiste diesmal deutlich mehr Spielzeit sehen werden als im Hinspiel, als sie wohl angesichts der bevorstehenden Ligapartie gegen den Erzrivalen Olympiakos geschont wurden.

Kader trotz Kürzungen topbesetzt

Mit weiteren Topspielern wie Nick Calathes, Romain Sato oder dem nicht nur im Hinspiel von der Dreierlinie gefährlichen Kaimakoglou besitzt Athen einen beeindruckenden Kader, obwohl der Etat vor der Saison deutlich reduziert werden musste. Nach der klaren Niederlage in Moskau, der erst dritten im gesamten Wettbewerb, wird man zuhause jedoch noch einmal klar machen wollen, dass man nach wie vor zu den ernstzunehmenden Anwärtern auf die Krone des Kontinents gehört. Davon sind die Bamberger freilich noch weit entfernt, ein kleines Wunder würde sie zumindest schon einmal in den Kreis der letzten 16 bringen.


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